SPD Volkmarsen gegen Fracking!

Veröffentlicht am 02.03.2013 in Kommunalpolitik

 

 

Der Antrag der SPD Fraktion gegen Fracking in Volkmarsen und der Region wurde bei einer Enthaltung der UL einstimmig im Stadtparlament angenommen!

Hier unsere vollständige Pressemitteilung zum Antrag:

 

Die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten will die SPD-Fraktion verhindern. „Kein Fracking in Volkmarsen und unserer Region zulassen“ lautet die Forderung in einem Antrag der Sozialdemokraten zur nächsten Sitzung am 14.03.2013.

Es liegen konkrete Anträge zur Genehmigung der Erforschung unkonventioneller Erdgas­vorkommen in Teilen Nordhessens und Ost-Nordrhein-Westfalens eines amerikanisch-kanadischen Ölunternehmens vor (sog. Erlaubnisfeld „Adler South"). An die Erforschung soll sich unmittelbar die Förderung anschließen.

Fraktionsvorsitzender Bruno Kramer:  Das Verfahren ist umstritten. Insbesondere der Einsatz der von antragstellenden Firmen nicht näher definierten „weiteren Zuschlagstoffe" wird kontrovers diskutiert. Teilweise han­delt es sich um umweltgefährdende Stoffe. Aufgrund der insgesamt großen Mengen benö­tigten Wassers ergeben sich beachtliche Mengen an schädlichen Stoffen, die nahezu un­kontrolliert in den Boden gepresst werden. Dazu kommt ein enormer Wasserverbrauch beim Einsatz dieses Verfahrens. Das Umweltbundesamt spricht von einem nicht ausge­reiften Verfahren, die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft warnt ausdrücklich davor. Die Region Kassel ist die Region in Deutschland mit den meisten Mineralwasserquellen. Was allein eine Verunreinigung des Wassers in dieser Hinsicht zur Folge hätte, kann man sich leicht ausmalen. Es gehe nicht nur um das Grundwasser, sondern um die Umwelt insgesamt.

Ganz abgesehen davon wäre die weitere positive Entwicklung unserer Region zu einer Gegend mit attraktiven Tourismusangeboten in weitgehend intakter Natur mit ihren spe­ziellen Reizen wohl gestoppt, wenn nicht gar unmöglich.

Die Ausbeutung dieser Gasquellen widerspricht auch den Bestrebungen die erneuerbaren Energien in der Region voranzubringen. Ortsvereinsvorsitzende Christel Keim sprach sich entschieden gegen Fracking aus. Der Begrenztheit der Rohstoffe müsse man mit einer nachhaltigen Energieversorgung begegnen – dazu zähle Fracking nicht.

Dieses Verfahren ist auf Grund der genannten Punkte, nämlich der Erhaltung einer gesunden und intakten Umwelt im Interesse unserer Zukunft abzulehnen.

Man merke jetzt, dass die Energie-Rohstoffe langsam zur Neige gingen, sagte Fraktionsmitglied Walter Schmand. Es sei traurig, dass man über etwas wie Fracking überhaupt diskutieren müsse: „Grenzenloses Wachstum ist nicht möglich. Jeder muss sich künftig Gedanken über seinen Lebensstil machen.“ Es dürfe auch keine Probebohrungen geben.

 

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